Schlagwort: Auftritt

  • Rapucation auf der didacta

    Ja, wir haben völlig vergessen, es vorher anzukündigen: Wir waren am letzten Mittwoch in Hannover bei der didacta. Der „Rat für nachhaltige Entwicklung“, beauftragte uns mit der Produktion eines Songs, den wir in Hannover performen sollten.

    Und deshalb haben wir auch die Ankündigung vergessen. Einen Rapucation-Song zu schreiben ist nämlich nicht so einfach. Vorallem, wenn die Vorgabe die große weite Welt des nachhaltigen Konsums ist. Wer nicht weiß, worum es geht, hier eine kurze Abhandlung am Beispiel der Tomate: Man kauft eine günstige Tomate und denkt sich, ich esse gesundes Gemüse und billig ist es auch noch. Manchmal werden Tomaten aber in Gewächshäusern in Afrika angebaut und tausende Kilometer zu unseren Supermärkten gefahren. Der Weg kostet nicht viel und die Arbeitskräfte in Afrika sind viel billiger, darum ist die Tomate so preiswert. Aber nicht nur die Umweltverschmutzung durch den weiten Weg der Tomate ist kritisch, auch die Tatsache, dass z. B. Wasser in einer Wüstenregion für unser Gemüse benutzt wird anstatt es der Bevölkerung zugute kommt. Dazu ist die Tomate lange nicht so gesund, wie sie aussieht. Sie wächst nicht mehr in der Erde sondern in Steinwolle.

    Und nachdem ich mir „Supersize me“ und „We feed the world“ nochmal ausgeliehen habe, musste ich mir nur noch das 72-seitige PDF vom „Rat für nachhaltige Entwicklung“ reinpeitschen. Herausgekommen ist die erste erfolgreiche Auftragsarbeit für Rapucation mit dem Titel „Guten Appetit“. Hier kann man den Track hören.

    Der Auftritt war auf jeden Fall durchwachsen. Es gab keine Monitorboxen. Monitorboxen sind auf den Performer gerichtet, damit er direkten Sound abkriegt. Wenn man rappt, ist die eigene Stimme im Kopf so laut, dass man ein direktes Signal braucht, um den Beat zu hören und im Timing zu bleiben.
    Wie man uns sagte, dürften die anderen Messestände nicht gestört werden, also könne man keine zusätzlichen Boxen installieren. Durch Monitoring wird die Gesamtlautstärke aber nicht erhöht.
    Lange Rede, kurzer Sinn: Wir haben versucht, unter den Umständen zu rappen und haben nach zwei Zeilen abgebrochen. Dann haben wir den Soundmeister angestiftet, die Lautstärke von den vier pupsigen Boxen für die Crowd auf Anschlag zu drehen und dann gings einigermaßen… bis bei der Hälfte des Songs wieder nichts mehr zu hören war. Ein Blick nach rechts und ich sehe, wie sich drei Securities um den Soundmann gruppieren und ihn zwingen, leiser zu machen.

    Danach gabs noch eine kleine Diskussionsrunde, bei der ich für meine Nike-Schuhe gedisst wurde und ein Interview mit SPIEGEL online. Wenn das kommt, gibts den Link natürlich auf Rapucation.de.

  • Rapucation beim „Rat für nachhaltige Entwicklung“

    Gestern haben wir unseren Auftritt bei der Jahreskonferenz des „Rates für nachhaltige Entwicklung“ absolviert. Wie immer, bei Rapucation-Auftritten, vor Sitzpublikum. Was soll ich sagen? Ich glaube, wir haben noch nie so einen Applaus bekommen. Dass die Leute bei der Frage „Wer ist hier aus Berlin?“ schreien, kenne ich. Aber dass die Damen und Herren Schlipsträger der normalen HipHop-Crowd Konkurrenz machen, hätte ich nicht gedacht.
    Nach dem Auftritt wurden wir an unserem kleinen Stand von Schulterklopfern belagert. Aber endlich wurden wir für unsere Arbeit auch mal kritisiert: Eine alte Dame war der Meinung, dass man aus Geschichte keine Musik machen darf, da das der falsche Rahmen für ernsthafte Themen sei. Gut, im Umkehrschluss bedeutet das also, dass in der Popmusik (zu der nun mal auch Rap gehört) wirklich nur Belangloses angesprochen werden darf. Schöne neue Welt! Darüber diskutieren wollte sie auch nicht und verabschiedete sich mit dem Todesblick.

    Der Auftritt wurde gefilmt. Ich weiß noch nicht, ob wir irgendwas kriegen, was wir hier hochladen können. Das gleiche gilt für Fotos. Hier gibts schon mal ein Foto mit mir und der Chefin und zwei von unserem Stand:

  • Rapucation beim Erstsemestertag

    Rapucation tritt beim Erstsemestertag der TU Berlin auf. Das Ganze läuft unter dem Motto „Visionen 2008“ und präsentiert ausgewählte studentische Forschungsprojekte. Das Problem bei der ganzen Sache ist, dass ich den Veranstaltern versprochen habe, einen neuen Song zu performen. Von dem gibt’s aber bis jetzt noch nicht mal eine Zeile… In einer Woche muss das Ding geschrieben, aufgenommen, produziert und geprobt sein. Gerade das Recherchieren und Schreiben sind bei einem Rapucation-Song hart. Der Druck wird es möglich machen.

    * Erstsemestertag „Visionen 2008“
    * Mittwoch, 29. Oktober 2008
    * ab 10:30 Uhr
    * in der TU Berlin (Hauptgebäude, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin)
    * www.TU-Berlin.de