Schlagwort: Rapucation

  • Die Premiere war super!

    Die Premiere war super!

    Der erste Meilenstein unseres großen Experiments in Zusammenarbeit mit PAN.OPTIKUM und dem Theater Augsburg ist geglückt: 37 Jugendliche spielten mit zwei professionellen Schauspielern die Geschichte von Max und Moritz in einer modernen, abendfüllenden Version und das Publikum war mehr als begeistert. Nicht nur die Intendantin gratulierte persönlich, angeblich gab es auf dieser Bühne noch nie einen so langen Applaus wie nach unserer Premiere. Wir möchten uns ganz herzlich bei euch bedanken und haben deshalb beschlossen in den nächsten Wochen ein paar Songs aus unserem Stück hochzuladen.

    phpThumb_generated_thumbnail_4

    Die Premiere war nur der erste Streich, die nächsten 14 folgen zugleich. Hier findet ihr alle weiteren Vorstellungen in der Übersicht, Spielstätte ist jeweils die brechtbühne des Theaters Augsburg:

    24.10.2015 (ausverkauft)
    29.10.2015 (ausverkauft)
    30.10.2015
    13.11.2015
    15.11.2015
    20.11.2015
    17.12.2015
    18.12.2015
    08.01.2016
    27.01.2016
    30.01.2016
    12.03.2016
    18.03.2016
    06.04.2016
    09.04.2016

    phpThumb_generated_thumbnail_3

  • Rapucation missverstanden

    Seit unserem Polylux-Beitrag, in dem wir als die Überstreber und das genaue Gegenteil von authentischen Rappern dargestellt wurden, sind wir bei Presseanfragen erstmal skeptisch. Wir versuchen vorher auszuloten, ob man uns in die Pfanne hauen will oder uns für irgendeinen Entertainment-Quatsch missbrauchen möchte.

    Bei der Sendung „Südwild“ (BR) haben unsere Sensoren allerdings versagt. Die erste Mail hörte sich aber auch zu gut an: „Wir würden Sie gerne im Rahmen einer Talkrunde zum Thema Rap als Lehrmittel in unsere Sendung einladen. […] In der Gesprächsrunde mit unseren beiden Moderatoren sollen Chancen und Potenziale dieser Lehrmethode herausgearbeitet werden.“

    Dass der Moderator überhaupt keine Ahnung hatte, als er mit mir per Videochat ein kurzes Interview führte und ich dabei als „Mad Marks“ untertitelt war, kann ich ja noch verkraften. Aber dass die Unfähigkeit der Redaktion, sich vorher über das Projekt zu informieren die Basis für den kompletten Sendungsteil „Rap als Lernmethode“ ausmachte, geht nicht klar.
    Statt (wie per eMail vorher besprochen) Songs von uns einzuspielen, wurde ein eigener, völlig unkommentierter Rapucation-Test veranstaltet: Ein Volksmusik- und ein Techno-Duo trugen jeweils in einer Klasse ein Stück vor. Die mehr als volljährigen Schüler sollten sich die Fakten merken und danach einen Test schreiben. So weit, so gut. Wenn Rapucation Nachahmer in anderen Musikrichtungen findet, kann uns das nur recht sein. Aber nicht, wenn die Musik grottenschlecht ist, eine viel zu alte Zielgruppe gewählt wird und das ganze auch noch als Rapucation betitelt wird. Dann ist es auch nicht verwunderlich, dass auf den Test Aussagen folgten, die die Relevanz der Lernmethode mehr als in Frage stellen.

    Warum werden wir mit dieser Klamauk-Scheiße in einen Topf geworfen? Dem Südwild-Team wird das Ergebnis ihres ach so lustigen Beitrags vorher klargewesen sein. Ihr habt in der Vorbereitung falsche Versprechungen gemacht und absichtlich das ganze ins Lächerliche gezogen. Ihr seid so weit weg von Journalismus wie Rapucation von eurer bescheuerten Nachahmung.

    Hier kann man sich die Sendung antun, der Beitrag über neue Lernmethoden beginnt bei 28:18.

  • Rapucation auf der didacta

    Ja, wir haben völlig vergessen, es vorher anzukündigen: Wir waren am letzten Mittwoch in Hannover bei der didacta. Der „Rat für nachhaltige Entwicklung“, beauftragte uns mit der Produktion eines Songs, den wir in Hannover performen sollten.

    Und deshalb haben wir auch die Ankündigung vergessen. Einen Rapucation-Song zu schreiben ist nämlich nicht so einfach. Vorallem, wenn die Vorgabe die große weite Welt des nachhaltigen Konsums ist. Wer nicht weiß, worum es geht, hier eine kurze Abhandlung am Beispiel der Tomate: Man kauft eine günstige Tomate und denkt sich, ich esse gesundes Gemüse und billig ist es auch noch. Manchmal werden Tomaten aber in Gewächshäusern in Afrika angebaut und tausende Kilometer zu unseren Supermärkten gefahren. Der Weg kostet nicht viel und die Arbeitskräfte in Afrika sind viel billiger, darum ist die Tomate so preiswert. Aber nicht nur die Umweltverschmutzung durch den weiten Weg der Tomate ist kritisch, auch die Tatsache, dass z. B. Wasser in einer Wüstenregion für unser Gemüse benutzt wird anstatt es der Bevölkerung zugute kommt. Dazu ist die Tomate lange nicht so gesund, wie sie aussieht. Sie wächst nicht mehr in der Erde sondern in Steinwolle.

    Und nachdem ich mir „Supersize me“ und „We feed the world“ nochmal ausgeliehen habe, musste ich mir nur noch das 72-seitige PDF vom „Rat für nachhaltige Entwicklung“ reinpeitschen. Herausgekommen ist die erste erfolgreiche Auftragsarbeit für Rapucation mit dem Titel „Guten Appetit“. Hier kann man den Track hören.

    Der Auftritt war auf jeden Fall durchwachsen. Es gab keine Monitorboxen. Monitorboxen sind auf den Performer gerichtet, damit er direkten Sound abkriegt. Wenn man rappt, ist die eigene Stimme im Kopf so laut, dass man ein direktes Signal braucht, um den Beat zu hören und im Timing zu bleiben.
    Wie man uns sagte, dürften die anderen Messestände nicht gestört werden, also könne man keine zusätzlichen Boxen installieren. Durch Monitoring wird die Gesamtlautstärke aber nicht erhöht.
    Lange Rede, kurzer Sinn: Wir haben versucht, unter den Umständen zu rappen und haben nach zwei Zeilen abgebrochen. Dann haben wir den Soundmeister angestiftet, die Lautstärke von den vier pupsigen Boxen für die Crowd auf Anschlag zu drehen und dann gings einigermaßen… bis bei der Hälfte des Songs wieder nichts mehr zu hören war. Ein Blick nach rechts und ich sehe, wie sich drei Securities um den Soundmann gruppieren und ihn zwingen, leiser zu machen.

    Danach gabs noch eine kleine Diskussionsrunde, bei der ich für meine Nike-Schuhe gedisst wurde und ein Interview mit SPIEGEL online. Wenn das kommt, gibts den Link natürlich auf Rapucation.de.

  • Fanpost für Rapucation

    Da hat sich jemand die Mühe gemacht und aus dem „Europa“-Song ein Flaggen-Video gebastelt. Geil!

    [youtube]37S6_FZpuGM[/youtube]

  • Noch mehr Konkurrenz für Rapucation

    Dass der Rapucation-Gedanke keine fixe Idee ist, sondern auf eine lange Tradition zurückblicken kann, beweist folgendes Stück Musik: Die „Hauptsatzkantate“ von Friedrich Wille. Dabei wird der Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung musikalisch dargestellt. Erstmals erschien das Stück 1984 im Buch „Humor in der Mathematik: Eine unnötige Untersuchung lehrreichen Unfugs, mit scharfsinnigen Bemerkungen, durchlaufender Seitennumerierung und freundlichen Grüßen“. Hier gibt es eine Live-Version und hier das Stück mit einer erklärenden Animation.

  • Rapucation beim „Rat für nachhaltige Entwicklung“

    Gestern haben wir unseren Auftritt bei der Jahreskonferenz des „Rates für nachhaltige Entwicklung“ absolviert. Wie immer, bei Rapucation-Auftritten, vor Sitzpublikum. Was soll ich sagen? Ich glaube, wir haben noch nie so einen Applaus bekommen. Dass die Leute bei der Frage „Wer ist hier aus Berlin?“ schreien, kenne ich. Aber dass die Damen und Herren Schlipsträger der normalen HipHop-Crowd Konkurrenz machen, hätte ich nicht gedacht.
    Nach dem Auftritt wurden wir an unserem kleinen Stand von Schulterklopfern belagert. Aber endlich wurden wir für unsere Arbeit auch mal kritisiert: Eine alte Dame war der Meinung, dass man aus Geschichte keine Musik machen darf, da das der falsche Rahmen für ernsthafte Themen sei. Gut, im Umkehrschluss bedeutet das also, dass in der Popmusik (zu der nun mal auch Rap gehört) wirklich nur Belangloses angesprochen werden darf. Schöne neue Welt! Darüber diskutieren wollte sie auch nicht und verabschiedete sich mit dem Todesblick.

    Der Auftritt wurde gefilmt. Ich weiß noch nicht, ob wir irgendwas kriegen, was wir hier hochladen können. Das gleiche gilt für Fotos. Hier gibts schon mal ein Foto mit mir und der Chefin und zwei von unserem Stand:

  • Keine Konkurrenz für Rapucation

    Darum verwursten wir keine Naturwissenschaften:

    [youtube]SmwlzwGMMwc[/youtube]

    (Danke an Damian)

  • Rapucation beim Erstsemestertag

    Rapucation tritt beim Erstsemestertag der TU Berlin auf. Das Ganze läuft unter dem Motto „Visionen 2008“ und präsentiert ausgewählte studentische Forschungsprojekte. Das Problem bei der ganzen Sache ist, dass ich den Veranstaltern versprochen habe, einen neuen Song zu performen. Von dem gibt’s aber bis jetzt noch nicht mal eine Zeile… In einer Woche muss das Ding geschrieben, aufgenommen, produziert und geprobt sein. Gerade das Recherchieren und Schreiben sind bei einem Rapucation-Song hart. Der Druck wird es möglich machen.

    * Erstsemestertag „Visionen 2008“
    * Mittwoch, 29. Oktober 2008
    * ab 10:30 Uhr
    * in der TU Berlin (Hauptgebäude, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin)
    * www.TU-Berlin.de

  • Konkurrenz für Rapucation?

    Seht selbst:

    [youtube]V96_PjlrVQc[/youtube]